
Ein Proxy hat einen gewichtigen Vorteil: Er merkt sich die Seiten, die er einmal heruntergeladen hat und speichert die Seiten bei sich. Beim erneuten Zugriff auf eine bereits gespeicherte Seite muss die Seite nicht aus dem Internet geladen, sondern kann direkt vom Proxy ausgeliefert werden. Dadurch wird Zeit gespart.
Zudem ist die eigene Internet (IP) Adresse des PCs nicht mehr ersichtlich, da diese durch die Adresse des Proxy Server ersetzt wird, was eine gewisse Anonymität für den Surfer herstellt. Zu diesem Zweck gibt es im Internet auch spezielle Proxy-Server, oder Proxy/Anoymizer-Software für den Heim-PC. Ahnliche Einrichtungen gibt es auch für anonymes E-Mailen (siehe unter "Internet Software").
Ein Proxy ist allerdings nicht immer unproblematisch. üblicherweise protokolliert ein Proxy sämtliche Benutzeranfragen. Mit Hilfe dieser Angaben lässt sich das Verhalten der Benutzer detailliert verfolgen. In einer Firma beispielsweise kann mit Hilfe des Proxys der gesamte Datenverkehr zwischen Internet und dem firmeninternen Netzwerk mitgeschnitten werden. Anhand der Aufzeichnungen kann geprüft werden, ob die Mitarbeiter das Internet vor allem für die Arbeit oder in erster Linie für private Zwecke einsetzen. Dies gilt aber auch für Proxys der Internet Service-, oder Anonymous-Server Provider, welche aus rechtlichen Gründen den Verkehr über Ihre Server protokollieren müssen.
Ein weiteres Problem bei Proxy-Servern besteht im Caching (Zwischenspeichern) der Web-Seiten-Inhalte. Dadurch bemerken Sie u.U. nicht immer sofort, wenn eine Web-Site ihren Inhalt aktualisiert hat (Abhilfe: Im Browser Shift-Taste gedrückt halten und auf "Neu Laden" bzw. "Reload" klicken).
Auch kommen bestimmte Programme, welche direkt - also nicht via einen Browser - mit dem Internet kommunizieren
wollen (z.B. die sog. LiveUpdate Programme, u.ä.) nicht mehr direkt auf den gefragten Server, da sie entweder
keine Proxys unterstützen, oder der Proxy-Eintrag fehlt. Prüfen Sie in diesen Fällen, ob z.B. das
fehlbare Programm eine entsprechende Proxy-Einstellung erfordert. Auch beim Browser (Internet Explorer, Netscape
Navigator, etc.) müssen die Proxy-Einstellungen vorgenommen werden, wenn via einen Proxy-Server auf dem
Internet gesurft werden soll.
Test: Browser History (öffnet ein separates Fenster)
Aber auch Benutzer mit welchen Sie Ihren PC evtl. teilen, können so Rückschlüsse auf Ihre privaten Interessen ziehen!
Bei den neueren Web-Browser Versionen lässt sich das Verhalten der Browser-History einstellen. So können Sie z.B. manuell die History löschen, Einträge auf wenige Tage beschränken bzw. mit 0 Tage gänzlich verhindern. Bei wenigen Browsern lassen sich die History-Einträge auch auf die aktuelle Session beschränken oder nach dem Verlassen des Web-Browsers automatisch löschen.
Dies reduziert zwar die Bequemlichkeit etwas, aber wichtige Web-Sites können Sie ja auch als sog. "Bookmarks" ablegen, um diese wiederzufinden.
Wenn Sie Ihren PC mit anderen Benutzern teilen, ist auch dringend empfohlen, den "Browser Cache"
nach jedem Surfen zu löschen. Aber auch sonst ist ein regelmässiges Löschen des Cache
vorteilhaft, damit die im Cache gespeicherten und evlt. bereits "veralteten" Web-Seiten wieder aktualisiert
werden. Dieses Problem ist uns mittlerweile ja schon vom "Proxy" her bekannt.
Schalten Sie SmartBrowsing aus!
Mit dem Abspeichern setzen Sie diese Passworte jedoch besonderen Gefahren aus: Jeder, der Zugriff zu Ihrem Rechner erlangt, seien es Familienangehörige, Freunde und Bekannte, seien es Angreifer, die ein auf Ihren Rechner gelangtes Virus ausnutzen, kann Ihre Passworte auslesen und f¨r seine eigenen Zwecke missbrauchen.
In letzter Zeit werden immer häufiger Passworte gestohlen. Meist waren die Rechner der Diebstahlopfer durch Viren und trojanische Pferde wie BackOrifice, SubSeven usw. infiziert, in Einzelfällen waren enge Bekannte die Täter.
Speichern Sie niemals Passworte auf Ihrem Rechner ab!
Mehr dazu in folgenden speziellen Abschnitten [Cookies] und
[Web Bugs].
Vor allem bei der Installation von Shareware- oder Freewareprogrammen fangen Sie sich die Spione ein. Oft passiert das sogar freiwillig. Wenn Sie eine Software auf Ihrem PC installieren und sich dafür dann registrieren lassen, erklären Sie sich schon mit einem Doppelklick auf das so genannte "Privacy Statement" mit der Spionage einverstanden. Ihr Browser und die bisher besuchten Webseiten werden dann dazu benutzt, um zum Beispiel zu erkennen, welche Werbeanzeigen Ihnen auf den jeweiligen Seiten gezeigt werden sollen. Das Programm untersucht also, welche Webseiten Sie besuchen, was Sie herunterladen, welchen Namen und welche E-Mail-Adresse Sie haben, wo Sie wohnen und welche Daten Sie während der Registrierung freiwillig eingeben. Interesse an diesen Daten haben natürlich die Programmhersteller und spezielle Werbefirmen.
Es gibt jedoch auch verschiedene Programme, die sich mit der übermittlung von persönlichen Daten im Rahmen der Registrierung nicht begnügen. Diese erzeugen eine rechnerspezifische Identifikationsnummer, die mit hoher Wahrscheinlichkeit einmalig ist und die Möglichkeit bietet, den Rechner - und damit den Benutzer - zu identifizieren.
Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Varianten, wie bestimmte Programme, die während des Betriebs nicht näher spezifizierte Daten an den Hersteller übermitteln. Es wird gemunkelt, dass Mircosoft mit solchen Taktiken versucht, mehr über ihre Klientel und seine Gewohnheiten zu erfahren, und ob die installierten Programme z.B. auch registriert sind. Besonders seit Windows XP sind zahlreiche nützliche Abwehrprogramme auf dem Markt erschienen, welche verhindern sollen, dass solche Informationen vom PC an Microsoft gelangen. Ein besonders aggressiver Kandidat ist z.B. der Windows Media Player, welcher laufend versucht die Playlisten rauszusenden.
Schützen können Sie sich vor dieser ungewollten Spionage, indem Sie eine Firewall auf Ihrem Computer
einrichten. Leider gehen Sie damit aber nicht immer auf Nummer sicher, weil sich die kleinen Spione in vielen
Fällen an der Firewall vorbeischleusen. Sie können deshalb auch eine Anti-Spy-Software installieren.
Damit lassen sich die Spione aufspüren und auch löschen. Entsprechende Programme sind unter
"Internet Software" aufgelistet.
Was is SPAM? Welche Gefahren sind damit verbunden? Wie beeinträtigt es die Privatsphäre, etc.
Mehr dazu unter [SPAM].
Gut, dass es mittlerweile enstprechende Abwehrmassnahmen und Techniken gibt, wie z.B. die Verschlüsselung.
Mehr zu diesem Thema finden Sie unter [Sichere Kommunikation].