Wie der Schinken zur Massen-E-Mail wurde, darüber gibt es viele Geschichten. Hormel Foods selbst sagt, es beruhe auf einem Sketch der Comedy-Gruppe "Monty Python". Darin kam der Begriff über 120mal innerhalb weniger Minuten vor und übertönte jede andere Konversation. Und tatsächlich liegt die Analogie zur Massen-E-Mail damit auf der Hand.
Als SPAM, Spamming oder Junk Mail (Müllpost) bezeichnet man im Internet:
Müll und Wurfsendungen in elektronischer Form, die oft kommerzieller Art sind, werden auch UCE genannt
"Unsolicited Commercial E-Mails", was soviel heisst wie "unaufgeforderte Werbe-E-Mails".
Mit einer eigens dafür geschaffenen Software können Internetseiten und Verzeichnisse nach E-Mail-Adressen durchsucht und daraus Adresslisten erstellt werden.
Um E-Mails in millionenfacher Menge versenden zu können, benötigen die Spammer solche Adressen. Diese sind bei Adresshändlern zu bekommen. Oft führen kommerzielle Spammer aber auch Datenbanken mit Millionen von Adressen. Durch das gezielte - mit einem Programm automatisierte - Absuchen von Newsgroups, Homepages oder E-Mail-Verzeichnissen, aber auch durch Durchprobieren gängiger Adressen (info@... usw.) sind die Adressen schnell erhältlich. Aufgrund der grossen Menge spielt es dann auch keine Rolle, wenn viele Adressen ungültig sind. Fast alle Kosten - oder Müllgebühren - müssen Sie als Empfänger und die Provider bezahlen: für die angefallene Downloadzeit und den benötigten Speicherplatz. Der Versand erfolgt meist vollautomatisch über spezielle Programme. Der Spammer muss nur das Programm starten und kann dann einer anderen Tätigkeit nachgehen, während sein Programm hunderttausende von Leuten belästigt.
Weil Massen-E-Mails für den Spammer relativ kostengünstig sind, lohnt sich das Geschäft bereits, wenn auf fünf Millionen SPAMs fünf Personen ein Produkt kaufen. Jeder, der solche SPAM-Mails erhält, wird merken, dass damit hauptsächlich für Dinge geworben wird, für die es sich nicht lohnt, in andere Werbemittel zu investieren. Entweder ist das beworbene Produkt praktisch wertlos oder aber sogar illegal.
SPAM ist aber weit mehr als nur ein lästiges übel: Jedes Jahr entstehen Kosten in Milliardenhöhe durch die übertragungskosten für den Versand, den Zeitverlust für das Lesen, Löschen oder Beantworten dieser elektronischen Belästigungen.
Ärgerlich wird es vor allem dann, wenn Ihre Mailbox zugestopft ist und reguläre Post an Sie aufgrund
der Grössenbeschränkung Ihrer Mailbox abgewiesen wird. Durch übermässige Nutzung können
Server mitunter sogar abstürzen, was massive Verzögerungen und gravierende Schäden zur Folge hat.
Genauso sollten Sie auch mit den Adressen Ihrer Freunde und Bekannten verfahren. Zum Beispiel bieten viele Nachrichtenseiten die Option, Artikel oder Nachrichten mit einem Klick an einen Freund zu senden. Wenn Ihnen der Anbieter unseriös erscheint, tragen Sie die Mailadresse Ihres Bekannten nicht in das entsprechende Feld ein. Investieren Sie stattdessen lieber eine Minute mehr Zeit und schicken Sie Ihrem Freund den Link direkt über Ihr Mailprogramm zu.
"Klicken Sie hier, wenn Sie keine weiteren Mails mehr von uns erhalten möchten"
oder
"Antworten Sie mit dem Betreff 'Remove', um von der Verteilerliste gelöscht zu werden".
Das sollten Sie tunlichst vermeiden, denn dadurch zeigen Sie dem Absender, dass die E-Mail-Adresse tatsächlich exisiert und Sie das Postfach regelmässig nutzen! Das macht Ihre Adresse für den Weiterverkauf noch wertvoller und Sie riskieren dadurch möglicherweise in Zukunft noch mehr Reklamepost zu bekommen.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Bei Newslettern, die Sie bestellt haben, können Sie sich auch ohne weiteres wieder von der Liste entfernen lassen.
Auch der Ferien- bzw. Abwesenheitsmelder (Vacation Notifier) erzeugt automatische Rückmeldungen und sollte daher mit Bedacht eingesetzt werden. Besser ist es, denn Weiterleitungsmechanismus (Forward) zu verwenden, um z.B. wichtige Mails einer Vertrauensperson zur Weiterbearbeitung zuzusenden, oder auf ein Zweit-E-Mail-Konto, auf welches Sie auch in Ihrer Abwesenheit zugreifen können (z.B. ein kostenloses Web-Mail-Konto).
Richten Sie den SPAM-Filter in Ihrem E-Mail-Programm ein, sofern einer vorhanden ist. Wenn Sie immer vom selben Absender durch Werbemails belästigt werden, ist es ziemlich einfach, diese Mails automatisch aussortieren zu lassen. Dazu müssen Sie in Ihrem Mail-Programm einen entsprechenden Filter setzen. Bei Outlook Express klicken Sie beispielsweise auf "Extras, Regeln, E-Mail" und definieren dann die entsprechenden Bedingungen. Auch bei den grossen Freemail-Diensten wie GMX, Web.de, Freemail oder Hotmail gibt es derartige Filterregeln. Die unerwünschten Mails werden dann schon auf dem Server gelöscht oder in einen anderen Ordner verschoben.
http://sites.inka.de/ancalagon/faq/headrfaq.html
Wenden Sie sich an den Provider, über den die E-Mails verschickt werden. Der Provider kann geeignete Massnahmen ergreifen.
Achtung: Der Schweizerischen Datenschutzgesetzgebung unterstehen ausschliesslich Personen, die Daten in der Schweiz bearbeiten. Darum achten Sie darauf, wo Sie Ihre E-Mail-Adresse eintragen. Wenn Ihre E-Mail-Adresse ausserhalb der Schweiz missbraucht wird, steht Ihnen - wenn überhaupt - nur ein beschwerlicher Rechtsweg zur Verfügung. In solchen Fällen finden die Bestimmungen jenes Landes Anwendung, in dem die E-Mail-Adresse bearbeitet wird.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch im Internet unter folgenden Adressen: